Bedeutung des Dekanates

Die Einrichtung von Dekanaten in den Diözesen geht bereits auf die Zeit der Karolinger (9. Jhd.) zurück. Bedingt durch die Zunahme der Pfarreien wurden damals die Diözesen in Archidiakonate und diese wieder in „Dekanate“ unterteilt. Im heutigen Gesetzbuch der Kirche (CIC 1983) bestimmt can. 374, dass jede Diözese in Pfarreien aufzugliedern ist; “um die Seelsorge durch gemeinsames Handeln zu fördern, können mehrere benachbarte Pfarreien zu besonderen Zusammenschlüssen, z.B. zu Dekanaten, vereinigt werden”. Die Errichtung von Pfarreien und folglich auch der Dekanate kommt dem Bischof als dem Träger der “ganzen, ordentlichen, eigenberchtigten und unmittelbaren Gewalt”, die zur Ausübung seines Hirtendienstes in der Diözese erforderlich ist, zu (can. 515 § 2; 381 § 1).

Bei der von Regensburger Bischof Manfred Müller in den Jahren 1994/95 durchgeführte Diözesanforum sollten Dekanate “zügig auf eine arbeitsfähige Größe gebracht ” und wo nötig, “die Dekanatsgrenzen in Absprache mit den Betroffenen” durch “Zusammenlegungen und Neuabgrenzungen” neu geordnet werden. Es sollten Dekanatsgrenzen keine Landkreisgrenzen mehr schneiden.  Nach abschließender Beratung in der Ordinariatskonferenz vom 07.11.2000 setzte Bischof Manfred mit Wirkung vom 01. Januar 2001 die Neuordnung der Dekanate des Bistums Regensburg in Kraft. Demnach besteht das Bistum aus 33 Dekanaten, die sich mit ihren Pfarreien und Pfarrkuratien auf die acht Regionen verteilen. (Quelle: Bischöfliches Ordinariat Regensburg)

Im Amtsblatt des Bistums Regensburg (Nr. 13 vom 15. November 2005) erging durch Bischof Gerhard-Ludwig Müller der Bischöfliche Erlass einer neuen Ordnung für die Dekanate des Bistums Regensburg (DekO). Mit dieser Neufassung wurden Teile der alten Ordnung einer Revision unterzogen und die gesamte Ordnung an die Veränderungen angepasst, die durch die Neuordnung der Räte auf verschiedenen Ebenen des Bistums entstanden sind. Diese neue Ordnung trat am 27. November 2005 in Kraft. (Quelle: Amtsblatt des Bistums Regensburg Nr. 13 vom 15. November 2005 sowie Nr. 10 vom 21. November 2005)

Im Amtsblatt des Bistums Regensburg (Nr. 10 vom 21. November 2011) erfolgte auf Antrag der Dekanekonferenz und mit Zustimmung der Ordinariatskonferenz eine Änderung dieser Ordnung durch einen Bischöflichen Erlass.

Auf Antrag der Dekanekonferenz und mit Zustimmung der Ordinariatskonferenz wird die „Ordnung für die Dekanate des Bistums Regensburg (DekO)“ vom 15.11.2005 (Amtsblatt 2005, S. 143 ff.) in der Fassung der Änderung vom 15. Februar 2007 (Amtsblatt 2007, S. 25) wie folgt geändert:
1) Art. 2 Abs. 1 DekO wird durch folgenden Wortlaut
ersetzt:
Dekanatssitz mit der amtlichen Bezeichnung „Katholisches Dekanat <Name des Dekanates>“ ist
der Amtssitz des jeweils amtierenden Dekans, wenn nicht vom Ortsordinarius ein Dekanatssitz an einem bestimmten Ort im Dekanat errichtet ist. In amtlichen Schreiben als Dekan kann dieser in einer Zeile unter der amtlichen Bezeichnung des Dekanatssitzes die Worte „Der Dekan“ beifügen. Für die Führung des Dekanates vom Pfarrbüro des Dekans aus ist ein Kirchenverwaltungsbeschluss wegen der anfallenden Kosten für Personal- und Sachaufwand
erforderlich. Die für die Dekanatsführung anfallenden Kosten werden der Kirchenstiftung durch die Bischöfliche Finanzkammer pauschal ersetzt.
2) Art. 2 Abs. 2 DekO wird durch folgenden Wortlaut ersetzt:
Im Hinblick auf die Führung einer Dekanatskasse (vgl. auch Art. 10 Abs. 7) und zur Abwicklung des sonstigen Zahlungsverkehrs für Aufgaben als Dekan eröffnet die Diözese Regensburg für jedes Dekanat bei der LIGA Regensburg ein Konto mit dem Untertitel „Katholisches Dekanat < Name des Dekanates
>“. Verfügungsberechtigt sind nach Maßgabe von Art. 6 Abs. 2 Ziff. 12 und Art. 8 Abs. 2 der Dekan und der Prodekan, sobald die Ernennung durch den Diözesanbischof erfolgt ist.
3) Art. 3 Abs. 1 Satz 3 DekO wird durch folgenden Wortlaut ersetzt:
Der Dekan ist verantwortlicher Leiter des Sitzes des Katholischen Dekanates, er steht dem Dekanat vor und vertritt das Dekanat nach außen (z. B. gegenüber weltlichen Behörden).
Diese Änderungen gelten ab dem Tag des Erscheinens dieses Amtsblattes. Der Briefkopf für amtliche Schreiben des Dekans ist ab diesem Zeitpunkt an die neue Bezeichnung des Amtssitzes anzupassen.
Im Bereich des Zahlungsverkehrs sind die durch die Änderung des Art. 2 Abs. 2 DekO entstehenden Änderungen (z.B. Mitteilung der neuen Bezeichnung an gegenüber dem Dekanat Zahlungspflichtige) vorzunehmen.
Regensburg, den 8. November 2011


BISCHÖFLICHER ERLASS ZUR ÄNDERUNG DER „ORDNUNG FÜR DIE DEKANATE DES BISTUMS REGENSBURG (DekO)“ vom 15. November 2005

A. Auf Antrag des Referates Schule/Hochschule des Bischöflichen Ordinariates und mit Zustimmung der Ordinariatskonferenz wird wegen der das Amt des/der Kirchlichen Schulbeauftragten betreffen¬den Neuregelung die „Ordnung für die Dekanate des Bistums Regensburg (DekO)“ vom 15.11.2005 (Amtsblatt 2005, S. 143 ff.) in der Fassung der Än-derungen vom 15. Februar 2007 (Amtsblatt 2007, S. 25) und vom 8. November 2011 (Amtsblatt 2011, S. 116) wie folgt geändert:
1) Art. 9 Abs. 1 DekO wird durch folgenden Wortlaut ersetzt:
„Die in der katholischen Religionslehre Tätigen eines Dekanates sind hinsichtlich dieser Tätigkeit dem/der vom Bischof für ihren Schulamtsbezirk ernannten Kirchlichen Schulbeauftragten zugewiesen; für ihn/sie gelten die Bestimmungen der ,Dienstordnung des Kirchlichen Schulbeauftragten in der Diözese Regensburg‘ sowie die entsprechenden Ausfüh-rungsbestimmungen.“
2) Art. 10 Abs. 2 Ziff. 3 DekO wird durch folgenden Wortlaut ersetzt:
„3. die im Dekanat bestellten Bischöflichen Be¬auftragten gem. Art. 9 mit Ausnahme des/der Kirchlichen Schulbeauftragten, der/die beratendes Stimmrecht hat.“
B. Nach Rücksprache mit dem Direktor des Cari¬tasverbandes in der Diözese Regensburg und nach Beratung in der Dekanekonferenz am 21. Oktober 2013 wird mit Zustimmung der Ordinariatskonfe¬renz die „Ordnung für die Dekanate des Bistums Regensburg (DekO)“ vom 15.11.2005 (Amtsblatt 2005, S. 143 ff.) in der Fassung der Änderungen vom 15. Februar 2007 (Amtsblatt 2007, S. 25) und vom 8. November 2011 (Amtsblatt 2011, S. 116) wie folgt geändert:
1) In Art. 9 DekO wird nach Abs. 5 ein neuer Absatz 6 mit folgendem Wortlaut eingefügt:
„(6) Für jedes Dekanat wird unter Würdigung des Antrags der Dekanatskonferenz für jeweils fünf Jah¬re vom Ortsordinarius ein/e Dekanatsbeauftragte/r für Gemeindecaritas bestellt. Diese/r muss Kleriker oder pastorale/r Mitarbeiter/in mit einem amtlichen Seelsorgsauftrag im Dekanat sein. Für ihn/sie gelten im Übrigen die Weisungen des Bestellungsdekrets, des Bischöflichen Ordinariates und evtl. andere einschlägige Verordnungen der Diözese und des Apostolischen Stuhls.“
2) In Art. 9 DekO wird der bisherige Abs. 6 zu Abs. 7, Abs. 7 zu Abs. 8, Abs. 8 zu Abs. 9, Abs. 9 zu Abs. 10.
3) In Art. 9 Abs. 7 (neu: Abs. 8) DekO werden die Worte „in den Abs. 1 – 6“ durch „in den Abs. 1 – 7“ ersetzt.
C. Auf Antrag der Regionaldekanekonferenz wird nach Beratung in der Dekanekonferenz am 21. Ok¬tober 2013 und mit Zustimmung der Ordinariatskon¬ferenz die „Ordnung für die Dekanate des Bistums Regensburg (DekO)“ vom 15.11.2005 (Amtsblatt 2005, S. 143 ff.) in der Fassung der Änderungen vom 15. Februar 2007 (Amtsblatt 2007, S. 25) und vom 8. November 2011 (Amtsblatt 2011, S. 116) wie folgt geändert:
1) In Art. 4 Abs. 7 wird folgender Satz 2 eingefügt:
„Nach dieser Amtseinführung findet unter dem Vor¬sitz des Regionaldekans im Dekanat eine feierliche Messe zum Amtsbeginn des neuen Dekans statt.“
2) In Art. 5 wird folgender neuer Absatz 4 eingefügt:
„(4) Der Bischof lädt in der Regel die aus dem Amt scheidenden Dekane bei passender Gelegenheit zu einer Begegnung ein, um den Dank für die Tätigkeit auszusprechen.“
3) Es wird in die genannte Ordnung ein neuer Ar¬tikel 12a im Abschnitt IV Dekanatsveranstaltungen eingefügt mit folgendem Wortlaut:
„Artikel 12a: Dekanatsversammlung
Der Dekan lädt verpflichtend wenigstens einmal im Jahr alle Sprecher/innen der Pfarrgemeinderäte und die Pfarrer und diesen gleichgestellte Priester (gem. Art. 11 Abs. 1) seines Dekanates zur Dekanatsver¬sammlung unter seinem Vorsitz ein.
Der Dekan fordert die Pfarrer und diesen gleichge¬stellte Priester rechtzeitig auf, Themenvorschläge ihrer Pfarrgemeinderäte bis spätestens einen Monat vor der geplanten Dekanatsversammlung vorzulegen.
Die Dekanatsversammlung kann projektbezogene Ausschüsse einsetzen; ein Mitglied des Ausschus¬ses ist von der Dekanatsversammlung zu dessen Sprecher/in zu wählen. Die Ausschüsse arbeiten dem Dekan und der Dekanatsversammlung zu.“
D. Auf Empfehlung der Ordinariatskonferenz wird nach Beratung in der Dekanekonferenz am 21. Oktober 2013 die „Ordnung für die Dekanate des Bistums Regensburg (DekO)“ vom 15.11.2005 (Amtsblatt 2005, S. 143 ff.) in der Fassung der Än¬derungen vom 15. Februar 2007 (Amtsblatt 2007, S. 25) und vom 8. November 2011 (Amtsblatt 2011, S. 116) wie folgt geändert:
1) Art. 6, Abs. 2, Ziff. 4 DekO erhält folgende Fas¬sung:
„4. bei Bedarf, mindestens aber einmal im Jahr die Religionslehrer/-innen i.K., ggf. auch die Religionslehrer/-innen an weiterführenden Schulen im Dekanat und, falls es wegen der zu beratenden Themen erforderlich erscheint, die übrigen mit ,Mis¬sio canonica‘ im Dekanat Religionsunterricht ertei¬lenden Personen zu einer Konferenz einzuladen;“
2) In Art. 13 DekO wird ein neuer Absatz 3 mit fol¬gendem Wortlaut eingefügt:
„(3) An der Dekane-Konferenz nehmen die Mitglie¬der der Ordinariatskonferenz teil.“
Die Änderungen unter A. gelten rückwirkend ab 01.08.2012 (Tag des In-Kraft-Tretens der „Dienstordnung des Kirchlichen Schulbeauftragten in der Diözese Regensburg“), die Änderungen unter B., C. und D. ab dem 01.01.2014.
Regensburg, den 31. Oktober 2013